Datenhacking

Zum Schutz vor Datenhacking setzen Unternehmen umfangreiche Ressourcen für den Schutz vertraulicher Informationen ein. Mithilfe von Virenschutzprogrammen, Kennwörtern und biometrischen Daten wir ein Schutz aufgebaut. Allerdings wird häufig die einfachste Form des Datendiebstahls übersehen.

Visual und audible hacking

Leider ist Hacking über Sicht und Gehör (visual und audible hacking) sehr verbreitet. Ihre vertraulichen Informationen können visuell von einem PC oder einem anderen elektronischen Gerät abgelesen werden. Oder sie werden von einem Papierdokument gehackt, das in einem Druckerfach, auf Ihrem Schreibtisch oder sogar in Ihrem örtlichen Café zurückgelassen wurde.

Wir waren alle in der Situation, dass wir versehentlich auf den Computerbildschirm von jemandem geschaut haben. Dabei mussten wir dann feststellen, dass wir etwas gesehen haben, das wir nicht sehen sollten. Beispielsweise während einer Arbeitssitzung mit einem Kollegen oder sogar eines ungezwungenen Abends mit Familie oder Freunde. Oder beim Online-Einkauf, beim Surfen in sozialen Medien oder beim Umgang mit persönlichen Daten.

Visuelles Hacken mit vertraulichen Informationen und kriminellen Absichten ist jedoch nicht nur eine Übertretung oder eine bloße Belästigung. Der Diebstahl persönlicher Informationen kann schnell zu einem sehr ernsten und kostspieligen Problem werden.

Menschen, die mit dem Zug oder öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, können von dieser Art des Datenhackings in hohem Maße betroffen sein. Kaspersky hat in 176 Waggons in Zügen in Deutschland einen Test durchgeführt. Dabei wollten sie prüfen, wie einfach es ist, Informationen von Personen zu erhalten, die die Deutsche Bahn nutzen. Der beauftragte Tester konnte dabei 281 physische Dokumente und 1193 Bildschirme mit Business-Bezug einsehen. Potentiell wären dabei 2245 Geschäftsgeheimnisse wie etwa Namen der Geschäftsreisenden, Unternehmen und Kollegen, Kunden und Partnern einsehbar gewesen.

Wie Kaspersky angibt, waren die Informationen über Laptops, Smartphones oder Tablets sichtbar oder hörbar. Die sensibelsten Geschäftsinformationen waren jedoch über E-Mails sichtbar. Aber auch beim Telefonieren kamen erstaunlich oft vertrauliche Informationen zum Vorschein.

Maßnahmen

Kaspersky schlägt einige Maßnahmen vor, um Datenhacking an öffentlichen Orten zu vermeiden. Beispielsweise sollten Sie nicht mit vertraulichen Informationen arbeiten, wenn Sie sich an einem öffentlichen Ort befinden. Zudem sollten Sie nicht über bestimmte Themen in Klarnamen telefonisch sprechen. Zusätzlich wird empfohlen das Gerät nicht unbeaufsichtigt zu lassen und Blickschutzfilter zu verwenden.

Bevor sie teure Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz ihrer vertraulichen Daten einsetzen, stellen sie sicher, dass ihre grundlegenden Unternehmensgeheimnisse nicht so leicht von Unbefugten gehackt werden können.

Weitere Informationen zu Data Protection

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Lilith Khurshudyan

Lilith Khurshudyan ist Master of Science in Management und spezialisiert auf Projektmanagement. Ihre Fokusthemen sind Datenschutz und Analytics.

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