5 Milliarden US Dollar Strafe für Facebook aufgrund Datenschutzskandal

Im Skandal um den Missbrauch von Facebook-Nutzerdaten durch die Datenanalysefirma Cambridge Analytica haben sich Facebook und die US-Verbraucherschutzbehörde FTC auf einen Vergleich geeinigt. Laut Medienberichten muss der Social-Media-Gigant fünf Milliarden Dollar zahlen. Das wäre die höchste bislang wegen Datenschutzverstößen verhängte Strafe.

So beeindruckend das auch sein mag, die Strafe in Höhe von 5 Milliarden US-Dollar, mit der Facebook nach Überprüfung dieser Einigung durch das Justizministerium belegt werden könnte, macht nur 9 Prozent der Einnahmen des Unternehmens im Jahr 2018 aus. Bei Anwendung der EU-DSGVO würde eine Strafe in Höhe von 20% drohen. Einige Senatoren und Kongressmitglieder sind der Meinung, dass auch eine Strafe in dieser Höhe nicht ausreicht, um sicherzustellen, dass Facebook die Privatsphäre seiner Nutzer erneut schützt.

Bereits im März 2018 hatte eine Untersuchung zum Politikberatungsunternehmen Cambridge Analytica und dessen Nutzung der privaten Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern begonnen, die nicht darüber informiert wurden, dass dies ein Dritter tut. Auf diese Weise verstießen Facebook und Cambridge Analytica gegen eine Vereinbarung, die seit 2011 besteht, und erklärten, dass das soziale Netzwerk seine Benutzer benachrichtigen muss, wenn Dritten Zugriff auf ihre persönlichen Daten gewährt wird. Jetzt muss Facebook dafür bezahlen und es sieht definitiv nach einer Rekordstrafe aus – zumindest für die Federal Trade Commission.

Wenn das Justizministerium damit einverstanden ist, wird die FTC gegen Facebook die bisher höchste Geldbuße verhängen – nicht weniger als 5 Milliarden US-Dollar.

In dem Jahr, das seit Beginn der Untersuchung vergangen ist, hat Cambridge Analytica das Geschäft eingestellt und Facebook hat verschiedene Änderungen an der Art und Weise vorgenommen, in der es Dritten Zugriff gewährt, die mit den persönlichen Daten seiner Nutzer umgehen. Viele sind jedoch der Meinung, dass Facebook nicht genug getan hat, und da die Moderation von Inhalten auch nicht ordnungsgemäß funktioniert, haben viele Facebook-Nutzer in letzter Zeit zu anderen sozialen Netzwerken gewechselt.

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Lilith Khurshudyan

Lilith Khurshudyan ist Master of Science in Management und spezialisiert auf Projektmanagement. Ihre Fokusthemen sind Datenschutz und Analytics.

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